Demokratie basiert auf Grundsätzen – Schulpflicht ist nicht verhandelbar!

Demokratie basiert auf Grundsätzen –

Schulpflicht ist nicht verhandelbar!

Deutscher Realschullehrerverband nimmt Stellung zu ‚Fridays for Future‘.

„Als Interessensverband für Lehrkräfte begrüßen wir das Engagement der jungen Leute für den Umweltschutz. Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler ihre demokratischen Rechte kennen und auch wahrnehmen“, stellt Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR), nach Abschluss der Bundesvorstandssitzung in Kassel fest.

Im Hinblick auf die derzeit diskutierte Schulpflicht fordert Böhm von den Verantwortlichen in der Politik nicht nur relativierende und frei interpretierbare Empfehlungen, sondern endlich eine klare Linie für die Schulen vor Ort: „Den Lehrkräften im Hinblick auf die Handhabung von Fehlzeiten den Buhmann zuzuschieben ist ein Verhalten, das wir als Verband nicht akzeptieren können und eines demokratischen Staates nicht würdig ist!“

Zur Erziehung der jungen Menschen zu mündigen Bürgern gehöre natürlich, dass sie ihre Meinung frei äußern und dass sie auch das Demonstrationsrecht umsetzen können. Mitbestimmung sei ausdrücklich erwünscht. Allerdings liege genau hierin die Krux: Denn zu den freiheitlichen Rechten des Grundgesetzes gehöre auch, dass die Jugendlichen nicht nur ihre Rechte, sondern auch ihre Pflichten wahrnehmen.

„Zu den Pflichten der jungen Menschen zählt natürlich die Schulpflicht. Wenn die Schülerinnen und Schüler ein Zeichen für ihre Belange setzen wollen, dann haben sie in einem demokratischen Gemeinwesen alle Möglichkeiten.

Es reiche nicht, nur medienwirksam auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen. Vielmehr wäre doch wichtig, dass die heranwachsende Generation lernt, was sie selbst für den Umwelt- und Klimaschutz tun kann und realistische Ziele zu formulieren.

Böhm fordert in der gesamten Diskussion einen Neuansatz: „Jugendliche müssen verstehen, dass jeder für sich aktiv werden muss und jeder dazu beitragen kann, dass sich tatsächlich etwas ändert. Nur die Straße zu gehen, reicht nicht“. Es wäre wichtig, dass konkrete Ziele gesetzt werden. Die Umweltschutzthemen sollten gemeinsam mit Lehrkräften an der Schule angegangen werden. In vielen Schulen gibt es bereits hervorragende und nachhaltige Projekte und Initiativen.

Abschließend betont Böhm, dass Jugendliche verschiedenste Möglichkeiten hätten, sich in der Politik und in Verbänden zu engagieren, um etwas zu bewegen.

Pressekontakt: Waltraud Erndl, Pressesprecherin VDR, erndl@vdr-bund.de, +49 (0)15201957242

Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) – Verband der Lehrer und Lehrerinnen an Schulen im Sekundarbereich – ist der Dachverband der Lehrerverbände des Realschulwesens und verwandter Schulformen in den Bundesländern.

Er setzt sich für die Förderung und Weiterentwicklung eines vielfältig organisierten Schulwesens in der Sekundarstufe I ein und widmet vor allem der bildungspolitischen Mitte, also den Mittleren Bildungsgängen und Perspektiven sowohl für den beruflichen Einstieg wie auch für studienorientierte Bildungsabschlüsse seine besondere Aufmerksamkeit.

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