dbb-Newsletter 01/2018

 

Im öffentlichen Dienst fehlen 185.000 Beschäftigte

„Insbesondere für Bildung und Erziehung fehlt dem Staat das Personal, aber etwa auch für Sicherheit und Gesundheit werden dringend Nachwuchs- und Fachkräfte gebraucht“, sagte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach am 3. Januar 2017.

Nach Einschätzung des dbb und seiner Mitgliedsgewerkschaften fehlen insgesamt 185.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst, vor allem in den Ländern und Kommunen. So werden alleine 130.000 zusätzliche Erzieher benötigt sowie 32.000 Beschäftigte an Schulen. Aber nicht nur Bildung und Erziehung sind betroffen, sondern auch Sicherheit und Ordnung: Denn bei den Polizeikräften von Bund (500) und Ländern (8.000) fehlt ebenso Personal wie in der Justiz (3.000) und bei den Feuerwehren (4.000). Hinzu kommen weitere Lücken, etwa im öffentlichen Gesundheitsdienst, in der allgemeinen Verwaltung und bei den Jobcentern.

 

„Uns fehlen Leute an allen Ecken und Enden“, sagte Silberbach weiter. „Durch seit Jahren fehlende Neueinstellungen steigt der Altersdurchschnitt beim vorhandenen Personal immer weiter und alleine in den nächsten 15 Jahren werden circa 1,5 Millionen Kolleginnen und Kollegen altersbedingt ausscheiden. Zieht man davon die zu erwartenden Neueinstellungen ab, bleibt – rechnerisch – eine Personallücke von mehreren hunderttausend Beschäftigten, die dem öffentlichen Dienst bei seiner Aufgabenerfüllung fehlen werden.“

 

 

  Redaktion: Dr. Frank Zitka
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