dbb-Newsletter 02/2018

 

 

Bürgerversicherung: Alle schlechter versorgt

Vor den negativen Folgen einer so genannten Bürgerversicherung hat der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach erneut gewarnt.

„Das Einheitsversicherungsmodell der SPD löst weder die finanziellen oder strukturellen Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung, noch sorgt es für mehr Gerechtigkeit“, sagte der dbb Chef der Nachrichtenagentur dpa am 3. Januar 2018 in Berlin. Mangels Konkurrenz und Quersubventionierung „werden am Ende alle gesetzlich Versicherten schlechter versorgt sein als heute und die, die es sich leisten können, werden sich qualitativ hochwertige ärztlich Versorgung auf dem ‚Markt‘ dazu kaufen“, so Silberbach.

 

Auch auf Seiten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bestehen Bedenken gegen die Einführung einer Bürgerversicherung: Die Probleme der privaten Krankenversicherung dürften nicht auf dem Rücken der Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung gelöst werden, sagte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, der dpa mit Blick auf Überlegungen, dass privat versicherte Beamte individuelle Wechseloptionen in die gesetzliche Krankenversicherung bekommen und zudem die höheren Arzthonorare für Privatversicherte möglicherweise zu Lasten gesetzlich Versicherter angeglichen werden sollen, falls die PKV abgeschafft wird.

 

 

 Redaktion: Dr. Frank Zitka
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