Lehrkräfte aller Lehrämter brauchen Wertschätzung und Anerkennung

Pressemitteilung des VDL Hessen zum Weltlehrertag am 05.10.2018:

Zum UNESCO-Weltlehrertag am 05.10.2018 fordert der VDL Hessen für alle Lehrkräfte mehr Wertschätzung und Anerkennung für ihre geleistete Arbeit.

Aktuelle Bestrebungen der sogenannten „Alternative für Deutschland“, Eltern, Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, unliebsame Lehrkräfte zu melden, verurteilt der VDL Hessen scharf. Von Internetportale, die die Möglichkeit für gezielte Hetze und Denunziation von Einzelpersonen oder ganzen Berufsgruppen bilden, distanziert sich der Verband entschieden. „Eine Entwicklung wie in Hamburg darf es in Hessen auf keinen Fall geben“, äußert sich die stellvertretende Landesvorsitzende Kerstin Jonas. „Vielmehr brauchen die hessischen Lehrkräfte die volle Unabhängigkeit und freie Meinungsäußerung in ihrem Beruf. Das ist nicht möglich, wenn eine Überwachung durch eine Partei angestrebt wird, die Menschen mit anderer Überzeugung an den Pranger stellen wollen.“

Kerstin Jonas ist es vielmehr wichtig darauf aufmerksam zu machen, dass Hessens Lehrkräfte Entlastung und Unterstützung durch das Kultusministerium und die Schulämter sowie Schulträger benötigen, nicht aber Kontrolle und Eingriffe auf ihr pädagogisches Handeln durch schulfremde Dritte. „Wirklich wichtig ist, dass unsere Pädagoginnen und Pädagogen ihren Job weiterhin ausüben können. Und dazu gehören eine Wertschätzung durch einen angemessene Besoldung, aber auch eine Absenkung der Wochenarbeitszeit. Denn gerade Letztere ist nach wie vor zu hoch“, meint die stellvertretende Landesvorsitzende des VDL Hessen. „Eine Absenkung auf 40 Wochenstunden, die nicht nur rein rechnerisch durch das Lebensarbeitszeitkonto existiert, sondern tatsächlich umgesetzt wird, wäre ein wichtiger Schritt. Deputate für inklusives und integratives Arbeiten ein weiterer. Nur wenn die Lehrkräfte ausreichend Zeit für Vor- und Nachbereitung, Elterngespräche, Förderplanung und den Austausch mit Fachdiensten haben, können sie die veränderten Aufgaben leisten und die Anforderungen bewältigen.“

Der VDL Hessen setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass der Lehrberuf wieder an Attraktivität gewinnt. Und dies kann nur dadurch erfolgen, dass die Arbeitsbedingungen verbessert, die Besoldung angehoben und so echte Anerkennung – nicht nur am Weltlehrertag – für den Beruf gezeigt wird.

 

Fulda, den 05.10.2018                  Presse:          pressesprecher@vdl-hessen.info

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