Pressemitteilung vom 05. Juni 2026: vrb hessen kritisiert die von CDU und SPD beschlossene Verschlechterung der Altersermäßigung für Lehrkräfte deutlich

Trotz zahlreicher Hinweise und Einwände der Gewerkschaften und Verbände hält die Landesregierung an ihrem Vorhaben fest und lässt die Bedenken von Berufsverbänden, Eltern- sowie Schülerinnen- und Schülervertretungen weitgehend unberücksichtigt. Künftig sollen Lehrkräfte erst ab dem 60. Lebensjahr eine Entlastung bei den Pflichtstunden erhalten. Bislang setzt die erste Stufe der Altersermäßigung bereits mit 55 Jahren ein. …

Weiterlesen …

Neuer Landesvorstand für den vdl hessen

Die Landesvertreterversammlung hat am heutigen Freitag einen neuen Landesvorstand gewählt:

Claus Eschenauer übernimmt den Landesvorsitz.

Unterstützt wird er durch seine stellvertretenden Vorsitzenden Kerstin Mück und Timo Marx.

Die finanziellen Geschicke des Verbandes lenkt ab sofort Jasmin Richter als Landeskassiererin.

Wir wünschen dem neuen Team viel Erfolg für die Amtszeit!

PRESSEMITTEILUNG DES VDL HESSEN VOM 25.11.2025: Bildung auf Kante genäht – Hessens Sparkurs gefährdet die Zukunft unserer Schulen

Bildung auf Kante genäht – Hessens Sparkurs gefährdet die Zukunft unserer Schulen

Egelsbach/Arzbach/Kassel – Mit scharfer Kritik reagiert der Verband der Lehrer Hessen (vdl hessen) auf die geplanten massiven Einschnitte im hessischen Bildungsbereich. Die Landesregierung setze ihren Sparkurs ungebremst fort – ungeachtet der zunehmenden Belastung an den Schulen, des wachsenden Fachkräftemangels und der Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen.

Bereits die Verschiebung der Besoldungserhöhung für Beamtinnen und Beamte um fünf Monate sei ein deutliches Signal gewesen. Nun sollen die Lehrkräfteausbildung und zentrale schulische Strukturen weiter beschnitten werden – unter anderem durch die geplante Verkürzung des Vorbereitungsdienstes von 21 auf 18 Monate. Auch Kürzungen bei Zuweisungen und Deputatsregelungen stehen offenbar bevor.

„Das ist ein bildungspolitischer Blindflug. Wer am Vorbereitungsdienst spart, spart an der Qualität zukünftiger Lehrkräfte – und damit an unseren Kindern“, warnt Landesvorsitzender Jörg Leinberger. Die Landesregierung riskiere bewusst eine Verschlechterung der Unterrichtsversorgung und verschärfe den Personalmangel zusätzlich. Besonders besorgt zeigt sich der vdl hessen darüber, dass die geplanten Maßnahmen nicht nur die Beschäftigten, sondern vor allem die Schülerinnen und Schüler treffen. Leinberger betont: „Jede Kürzung in Ausbildung, Betreuung und Qualifizierung wirkt sich unmittelbar auf die Qualität des Unterrichts aus. Wer behauptet, es werde ‚alles für die Kinder‘ getan, täuscht die Öffentlichkeit.“

Stellvertreter Claus Eschenauer unterstreicht, wie gefährlich der Kurs der Landesregierung für die Zukunftsfähigkeit des Bildungssystems ist: „Wir brauchen verlässliche Investitionen, keine Rückschritte. In einer Welt, die sich technologisch und gesellschaftlich rasanter denn je verändert, ist Bildung der Schlüssel. Wer heute spart, gefährdet morgen die Problemlösefähigkeit unserer Gesellschaft.“ Dabei seien die Erwartungen an Schulen klar definiert, erklärt der vdl hessen: Die Zukunft liege in den 4Ks – Kritikfähigkeit, Kreativität, Kommunikation und Kollaboration. Eschenauer: „Diese Kompetenzen entstehen nicht im Sparmodus, sondern durch Zeit, Ressourcen und hervorragend ausgebildete Lehrkräfte.“

Der zweite stellvertretende Landesvorsitzende Timo Marx mahnt daher eindringlich: „Schon das Nachdenken über Einsparungen im Bildungsbereich ist verantwortungslos. Bildung ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“

Der vdl hessen fordert die Landesregierung auf, die Pläne umgehend zu stoppen und stattdessen in Qualität, Personal und Ausbildung zu investieren. Marx abschließend:
„Hessen braucht einen Aufbruch in der Bildung – keinen weiteren Kahlschlag.“

2025_11_25 PM Bildung auf Kante genäht – Hessens Sparkurs gefährdet die Zukunft unserer Schulen

Kontakt:
Verband der Lehrkräfte Hessen (vdl hessen)
https://vdl-hessen.info
presse@vdl-hessen.info

Mehr statt weniger – junge Lehrkräfte stärken!

Wir sind überzeugt: Angehende Lehrkräfte brauchen die besten Ausbildungsbedingungen. Die auf den äußerst zweifelhaften Ergebnissen der PROGNOS-Studie beruhenden Vorschläge lassen jedoch das Gegenteil erwarten – die Hessische Landesregierung setzt auf Einsparungen zulasten der Ausbildungsqualität.

Was das konkret bedeutet:

  • Weniger Zeit: Die Verkürzung des Vorbereitungsdienstes von 21 auf 18 Monate ist ein Schritt in die falsche Richtung. Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst verlieren wertvolle Zeit, um Erfahrungen zu sammeln und sich weiterzuentwickeln. Die bisherige Dauer von 21 Monaten muss mindestens bestehen bleiben – besser wäre sogar eine Verlängerung auf 24 Monate. Mehr Ausbildungszeit bedeutet mehr Raum für Professionalisierung.

  • Weniger Vorbereitung: Eine Reduzierung der verpflichtenden Unterrichtsbesuche nimmt den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst die Chance, ihre Entwicklung realistisch einschätzen und sich fundiert auf die Prüfungslehrproben vorbereiten zu können. Unterrichtsbesuche sind kein Kontrollinstrument, sondern eine wichtige Möglichkeit, Fortschritte sichtbar zu machen.

  • Weniger Betreuung: Wenn Ausbilderinnen und Ausbilder künftig mehr Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst gleichzeitig betreuen müssen, leidet zwangsläufig die Qualität der Begleitung. Nur durch eine gute Betreuungsrelation ist eine individuelle und fachgerechte Unterstützung möglich.

  • Weniger Personal: Einstellungs- und Beförderungsstopps in der Lehrkräfteakademie und in den Studienseminaren rauben Ausbilderinnen, Ausbildern und potenziellem Nachwuchs Perspektiven und Motivation. Stattdessen müssen die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass sich qualifizierte Kräfte langfristig engagieren wollen.

  • Wenig Wertschätzung: Auch der Übergang in den Schuldienst muss verbessert werden. Der Einstellungstermin sollte nach Ende des Vorbereitungsdienstes am 31. Juli direkt auf den 1. August festgelegt werden – und nicht flexibel zum ersten Schultag. Nur so lässt sich die bisherige, für fertig ausgebildete Lehrkräfte unfaire Sommerferien-Arbeitslosigkeit beenden.

  • Weniger Geld: An der Bildung darf nicht gespart werden. Hessen muss in seine Zukunft investieren – und das bedeutet, in junge Lehrkräfte zu investieren.

140 TAGE VORBEREITUNGSDIENST – WO DRÜCKT DER SCHUH?

Für die neuen Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst wird es am 17. September 2025 von 16.30 bis 18.00 Uhr das Webinar „140 Tage Vorbereitungsdienst – Wo drückt der Schuh?“ geben. Claus Eschenauer vom Referat „junger vdl“ wird alle Fragen rund um den Vorbereitungsdienst beantworten, die Euch auf dem Herzen liegen und Euch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Anmelden könnt Ihr Euch bis zum 10. September 2025 unter:

junger_vdl@vdl-hessen.info

Unter dieser Mailadresse könnt Ihr auch vorab Fragen einreichen.

Datum/Zeit
17.09.2025
16:30 – 18:00 Uhr

Veranstaltungsort
Webinar

Die Landesvorsitzenden unterwegs: VDL & LSV: Schule von morgen im Fokus – Demokratie, Digitalisierung, mentale Gesundheit

Der VDL Hessen traf sich am 10. Juli 2025 in Gießen mit Mitgliedern des geschäftsführenden Landesvorstands der Landesschülerinnen- und -schülervertretung (LSV), um über drängende Fragen der schulischen Bildung, Partizipation und Zukunftsgestaltung zu sprechen. Für die LSV nahmen Ted Krämer, Luca Dobrita und Laurenz Spies teil. Den VDL vertraten Landesvorsitzender Jörg Leinberger sowie seine Stellvertreter Claus …

Weiterlesen …

Diese Website verwendet technisch erforderliche Cookies, um eine bestmögliche Funktionalität zu gewährleisten. Mehr lesen

Ok