Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) begrüßt den Girls´ and Boys´ Day am 3. April als wichtige Gelegenheit, den Jugendlichen neue Sichtweisen auf Berufe zu eröffnen und ein Zeichen gegen traditionelle Rollenklischees zu setzen. „Die Wahl des richtigen Berufs ist entscheidend für ein zufriedenes Leben. Schulen müssen den Jugendlichen helfen, ihre Interessen und Talente in die Berufsfindung einzubeziehen“, erklärt der VDR-Vorsitzende Ralf Neugschwender.
Der VDR betont, dass eine pauschale Berufsberatung den unterschiedlichen Bedürfnissen der Jugendlichen nicht gerecht wird. „Wir müssen Berufsorientierung individueller und flexibler gestalten“, so Neugschwender. Besonders wichtig sei auch der Abbau von Rollenklischees: Mädchen wählen oft soziale Berufe, Jungen eher technische. Diese Stereotype müssen überwunden werden, damit die Jugendlichen frei von Geschlechterrollen ihren Beruf wählen können.
Realschulen und verwandte Schulformen haben seit langem eine enge Verbindung zur regionalen Wirtschaft und leisten durch ihre guten Kontakte einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung. „Durch Praktika und Kooperationen mit Unternehmen erhalten Schülerinnen und Schüler frühzeitig wertvolle Einblicke in verschiedene Berufsfelder. Diese praxisorientierte Unterstützung hilft ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen und fördert gleichzeitig den Dialog zwischen Schule und Wirtschaft“, erklärt der VDR-Vorsitzende. „Die frühe Auseinandersetzung mit der Berufswelt und das Erleben praktischer Tätigkeiten ist von großer Bedeutung. Nur so können die Jugendlichen die Vielfalt an beruflichen Möglichkeiten entdecken und ohne Vorbehalte den Beruf wählen, der zu ihnen passt.“
Der VDR begrüßt, dass der Girls´ and Boys´ Day den Fokus auf diese wichtigen Themen legt und ruft alle Schulen, Unternehmen und Institutionen dazu auf, diesen Tag aktiv zu unterstützen.