Pressemitteilung des VDL Hessen vom 15.04.2021 zur Teststrategie der Hessischen Landesregierung

Das ist keine klar strukturierte Teststrategie der hessischen Landesregierung

Wann hört der Dilettantismus in unserem Land auf?

Wir, der Verband der Lehrer Hessens, waren zunächst erfreut, in der Pressekonferenz vom Montag zu hören, dass die von uns seit Wochen geforderte Testpflicht an hessischen Schulen von der Landesregierung beschlossen wurde.

In den nächsten Tagen, so dachten wir, kämen dann klar strukturierte Anweisungen vom Kultusministerium, wie die Schulen diese Testpflicht umsetzen sollen.

Leider wurden wir enttäuscht. Auf Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass alles in dem Schreiben vom 30.3. an die Schulen geregelt sei.

Auch die Staatskanzlei gibt auf die Frage, wie die Tests in den Schulen durchgeführt werden sollen, die Antwort: Die Schulen sind für die Durchführung der Tests verantwortlich: In manchen Schulen testen sich die Kinder zeitgleich selbst im Klassenraum, in anderen werden die Tests in der Aula oder Turnhalle vor dem Unterricht durchgeführt…

Das heißt, wir lassen alle Personen erst einmal in die Schule in die Klassenräume und dann überprüfen wir, ob sie berechtigterweise dort sitzen.

Ist unser Verband der VDL der einzige, der dieses Vorgehen als Irrsinn ansieht und total ablehnt? „So kann es doch nicht funktionieren!“, so der Landesvorsitzende Jörg Leinberger. Und weiter: „Erst wird beim Testen in Klassenräumen völlig die Ansteckungsgefahr missachtet, die davon ausgeht, dass die Schülerinnen und Schüler alle gleichzeitig die Masken absetzen und beim Testen durch das Kitzeln in der Nase vielleicht sogar niesen müssen – wenn jemand bis dahin noch nicht angesteckt war, hat sich das spätestens dann erledigt. Dann muss sich die Lehrkraft mit denjenigen Schutzbefohlenen befassen, deren Eltern den Test zulassen, die sich vor Ort dem Testen aber verweigern. Anschließend werden die positiv getesteten Schüler bloßgestellt, da sie nach Bekanntwerden des Ergebnisses den Raum unverzüglich verlassen müssen. Und schließlich muss sich jemand darum kümmern, dass alle das Gebäude verlassen, die sich dort nicht (mehr) aufhalten dürfen. Wer bitte soll sich damit befassen, wenn Lehrer und evtl. auch die Schulleitung im Unterricht sind?“

Der sehr gute Ansatz wird wieder mal durch die stümperhafte Umsetzung ad absurdum geführt.

„Eine klar strukturierte Teststrategie an hessischen Schulen sieht nach unserer Meinung anders aus!“, schließt Jörg Leinberger.

PM 150421

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